Neongott

seit Wochen hör´ ich jeden Tag wie traurig es hier ist,
die Affen scheiße fressen und du wirklich nichts vermisst
die Straßen schlecht beleuchtet sind und dich alles anpisst
ein Penner auf der Straße jede Nacht den Bordstein küsst
die Stadt die glänzt und funkelt und die Clubs sind dechiré
dabei könnt ich stets kotzen, wenn ich in der Schlange steh´
lauter, wir werden lauter
die Affen springen wild herum und schlagen sich die Schädel ein
1,2,3,4,5,6 Uhr, ich sollte längst zuhause sein
doch Trümmerfelder fordern jeden Nacht ihren Tribut
Feuerwasser, Kippe rein und endlich geht’s uns gut
leiser, wir werden leiser

(und mach ´s gut schönster Schein)
schau doch wie es leuchtet ,bitte schau doch wie es leuchtet
und am Ende des abends gehen wir kotzen und sind allein

der Neongott schwebt über deiner gottverdammten Stadt
schlägt Purzelbäume, springt herum und setzt mich ins Schachmatt
wir hecheln um die Wette, und sterben jede Nacht
wie hab ich eure Welt so satt, ich habe diese Disco satt
mein Bleifuß und dein I-Pod bringen uns dann sicher heim
daheim nennst du mich Misanthrop und ich schlafe nie ein
danach mach ich mich lächerlich und schreib´ noch ein Gedicht
über unnötige Szenen und Hornbrillen im Gesicht
lauter wir werden leiser